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November 30 2009

16:06

Wo ist Walter? – Teil 2

Vor etwa einem Jahre hatte ich auf mirco’s.net schon einmal etwas über die GeoTagging Dienste Plazes und Brightkite geschrieben (Where’s Waldo? Social Geotagging). Nun hat sich seitdem viel verändert und es geht inzwischen um deutlich mehr als ein bloße Standortbestimmung des Nutzers.

Dienste wie Gowalla oder Foursquare nutzen die GeoLocation um Nutzungsanreize sowohl für Nutzer als auch kommerzielle Anbieter zu generieren.

Beginnen wir mit Foursquare. Bisher nur in den USA verfügbar, wurden in den letzten Wochen immer mehr Städte in Europa und speziell in Deutschland verfügbar. Hier liegt schon das erste Problem des Dienstes. Er ist auf Städte beschränkt, und zwar ausschließlich gelistete Städte! Einen neuen Ort eintragen ist, zumindest für Nutzer, nicht möglich.

Dafür können, im Gegensatz zu Brightkite die Standortadressen selbst eingetragen und verändert werden. Bei Foursquare funktioniert dies über eine genaue Adresseingabe. Also Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Dumm nur, wenn diese gerade nicht zur Hand ist, denn die Ortsbestimmung über eine Karte ist nicht möglich. Auch sonst bietet das sehr aufgeräumte Webinterface wenig Informationen über den eigenen aktuellen Standort oder Historie.

Die Idee hinter Foursquare ist der Wettbewerb mit Freunden und anderen Nutzern um die einzelnen Lokationen des Netzwerks. Hat man, zum Beispiel, die meisten Logins in einer Bestimmten Bar erhält man den “Mayor”, also Bürgermeister, Titel dieser Lokation. Zur Kommerzialisierung können Gastromomen und Geschäftsinhaber nun Sonderangebote und –konditionen für Fourquare-Nutzer bereitstellen. Diese werden dann nach dem Login angezeigt.

Gowalla konzentriert sich bisher auf den rein spielerischen Aspekt des GeoTagging. Der Nutzer hat die Chance an jedem neuen Standort, an dem er sich einloggt, Gegenstände zu finden. Diese haben eine unterschiedliche Häufigkeit, was den Sammeltrieb nach seltenen Gegenständen verstärkt. Anders als bei Foursquare gewinnt nicht derjenige mit den meisten Logins einen Standort, sondern der Nutzer, welcher als erstes einen dieser Gegenstände platziert. Einmal abgelegte Gegenstände können nur durch den Tausch mit einem anderen Gegenstand aufgesammelt werden. Für bestimmte Aktionen gibt es hier, wie auch bei Foursquare Belohnungen. Gowalla teilt diese in Stamps und Pins ein. Bei Foursquare gibt es Badges. Das Prinzip ist gleich. Es gibt Auszeichnugen für den ersten angelegten Standort oder den ersten Login, für den zehnten Login, usw. Also ideal für alle Sammler von unnützen Auszeichnungen und Abzeichen.

Neue Standorte anlegen ist mit Gowalla kein Problem, solange man einen guten GPS Empfang hat. Straßenname oder Hausnummer sind nicht notwendig. Jeder erstellte Eintrag kann auch noch im nachhinein geändert werden, wenn die GPS Daten mal wieder nicht ganz so genau waren. Auf der Karte werden alle, bereits verfügbaren, Standorte mit markiert. Eine Historie, für bereits besuchte Standorte ist ebenfalls vorhanden.

Ein neuer Dienst auf dem deutschen Markt ist Coupies, und der Name ist auch gleich Programm. Es geht um Coupons in verbindung mit GeoTagging Informationen. Das Prinzip des “Wo bin ich” wird hier einfach in ein “Wo gibts einen Coupon” umgedreht und statt den Nutzern zu folgen werden diese durch Marketing Aktionen zum Ziel geleitet.

Der Dienst ist frisch gestartet und derzeit nur in Köln verfügbar. Mal sehn wie weit sich das Vorhaben verbreiten kann.

Weitere Quellen:

Watch Out Foursquare, Facebook is Poised To Dominate Geo
Vote: Will Europeans use Gowalla, FourSquare or what?
Why I Love Foursquare
Location, Location, Location: SimpleGeo, Twitter, Flook

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November 13 2009

09:13

Ultimate Ears MetroFi 220vi

Vor etwas über einem Monat hatte ich einen Kabelbruch an meinen Sennheiser MM50 und musste diese einschicken. Nachdem ich das original Apple iPhone Head Set weniger als eine Woche “ausprobiert” hatte, war ich schon soweit diesen Mist an die Wand zu klatschen.

Also bin ich auf die Suche nach einem Ersatz schlussendlich bei den MetroFi 200vi von Ultimate Ears gelandet. Der Tragekomfort ist soweit OK, auch wenn ich kein Freund von Symmetrischen Kabeln bei Ohrhörern bin. ich finde das einfach nur unglaublich unpraktisch, wenn ich die Stöpsel nicht einfach beim kurzen abnehmen über die Schulter legen kann.

Das Mikrofon scheint ausreichend verständlich zu sein, wirkt aber von der Verarbeitung etwas billig. diesen Eindruck verstärkt die Fernbedienung die, im Gegensatz zu allen, mir bekannten, Konkurrenzprodukten separat vom Mikrophon (blaue Markierung) und viel zu tief angebracht ist (rote Markierung). Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass bei in einem baugleichen kleinen Plastikgehäuse untergebracht sind. Mit ein wenig mehr Fantasie hätte beides auch in ein einziges Gehäuse gepasst.

Durch die mehr als unglückliche Position der Fernbedienung (etwas oberhalb meines Bauchnabels) ist es unmöglich diese unter einer Jacke, T-Shirt, Pullover oder Hemd zu tragen. Man kommt dann einfach nicht mehr an den Knopf ran.

Die Kopfhörer selbst verfügen über einen schönen, klar definierten und nicht zu Basslastigen Klang, bieten aber im direkten Vergleich zu den Senneiser MM50 nur wenig Schallisolierung gegen den Umgebungslärm. Hier sind sie eher mit klassischen Ohrhörern zu vergleichen als mit den In-Ears, die ich in den letzten 8 Jahren besessen habe.

Die knapp 59€ sind die Kopfhörer absolut wert… allerdings, kann ich die VI Variante wirklich nicht als sinnvolles Head Set empfehlen. Da bleibe ich dann doch lieber bei den Sennheiser, auch wenn dort auch nicht alles perfekt ist.

(Header Photo: withassociates)

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